Mit dem Schrägaufzug auf Turkus ehemaligen Gefängnis-Hügel

LEITNER ropeways realisiert urbane Seilbahn in Finnlands ältester Stadt

Der Hügel Kakolanmäki in Turku ist ein besonderer und zudem weitaus sichtbarer Ort der europäischen Kulturhauptstadt von 2011. Waren hier bis vor wenigen Jahren noch Häftlinge im 1853 errichteten Gefängnis untergebracht, so verwandelt sich das Areal derzeit in ein städtisches Neubauviertel. Parallel zu dieser Entwicklung wird der Hügel nun auch verkehrstechnisch an die Umgebung angebunden. Dabei fiel die Entscheidung der Stadt auf einen Schrägaufzug von LEITNER ropeways, der eine kostenlose Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz Turkus ermöglicht. Die Anlage wurde vor Kurzem feierlich zu den Klängen des bekannten italienischen Volksliedes "Funiculì, Funiculà!“ eröffnet.

Urbane Seilbahn

Urbane Seilbahn

In Finnlands fünftgrößter und zugleich ältester Stadt wird derzeit ein prägnanter städtebaulicher Akzent gesetzt: Mit der derzeitigen Bebauung des bekannten Kakolanmäki entstehen bis 2020 neue Wohnungen, ein Hotel, Restaurants und Bars. Künftig werden hier bis zu 2.500 Personen leben. Damit wird aus dem ehemaligen Gefängnis-Hügel ein neuer Stadtteil in besonders attraktiver Umgebung. Dementsprechend attraktiv sollte daher auch die verkehrstechnische Anbindung des Areals an die Umgebung gestaltet werden. Die Antwort darauf ist der Schrägaufzug „Kakolan Funicolaari“ von LEITNER ropeways, der sich für dieses Gelände als ideale Lösung erweist und bei der öffentlichen Ausschreibung als Gewinner hervorging. Martin Leitner, Vorstandsmitglied der Leitner AG, zeigte sich bei der Inbetriebnahme der Bahn sehr zufrieden: „Wir sind auf diese für Turku sehr wichtige Anlage stolz. Die Bahn ist wahrlich eine urbane Seilbahn und die perfekte Symbiose zwischen höchster Technologie und Design.“ Die Anlage ist nur 132 m lang und kann über einen Höhenunterschied von 30 Metern 480 Personen pro Stunde transportieren. Da Schrägaufzüge die grundlegende Technologie des vertikalen Aufzugs verwenden, sind geradlinige, kurze Strecken wie am Kakolanmäki ihr optimaler Einsatzbereich. Im Betrieb überzeugt das System dank integraler Automatisierung vor allem durch seine Funktionalität ohne Bedienungspersonal: Wie bei einem herkömmlichen Aufzug kann der Wagen selbsttätig per Knopf angefordert werden.

Täglich rund 21 Stunden in Betrieb

Täglich rund 21 Stunden in Betrieb

Der Schrägaufzug befindet sich im Besitz der Stadt Turku und wird von einem finnischen Aufzughersteller betrieben. Wesentlicher „Nebeneffekt“ der Eröffnung des „Kakolan Funicolaari“ ist der damit verbundene Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs an dieser entscheidenden Stelle. So ist die kostenlos nutzbare Anlage direkt an eine Bushaltestelle am Fuße des Kakolanmäki angebunden und täglich rund 21 Stunden in Betrieb. Besonderen Wert legte die Stadt Turku auch auf die attraktive Ausführung der Anlage. Aufgrund der guten Sichtbarkeit der Anlage wurden die Stationen von einem finnischen Architekten designt und auch beim Wagen auf anspruchsvolle Gestaltung im italienischen Design Bedacht genommen. Die Stadt hat für das gesamte Projekt insgesamt 5 Millionen Euro investiert.